Ein neues Leben für den Speicher
Jetziger Zustand: Sein Anblick ist im Moment noch bemitleidenswert.
Seit 1993 steht er leer, ist gefährdet, doch die Außenwände sind im
sanierungsfähigen Zustand und bekommt jetzt eine neue Chance.
Herkunft: Wenn man genauer hinsieht kann man aus seinem Antlitz lesen:
Das Speichergebäude ist ein architektonisch qualitätvoller, wohlproportionierter
und in seiner Ausprägung ein charakteristischer Bau der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
An den geschmückten Schauseiten erkennt man eine individuell auf die örtlichen
Gegebenheiten abgestimmte architektonische Gestaltung. Für die Typologie der
Wirtschaftsgebäude auf den Mecklenburgischen Gütern ist der unverändert überlieferte
Bau ein bedeutender Vertreter.
Es handelt sich bei dem Speicher um das letzte erhaltene Wirtschaftsgebäude der
Gutsanlage, die sich ursprünglich entlang des Dambecker Sees erstreckte.
Sie war um 1880 zu einer Anlage mit einer Brennerei und Konservenfabrik
ausgebaut worden. Wirtschaftshof mit Parkgelände und Gutshaus werden
denkmalpflegerisch als Einheit betrachtet. Das Gutshaus ist durch eine
bauliche Veränderung in seiner Gestalt der Zeitschicht 1930 geprägt.
Weiteren Nutzung des Speichers: Mit drei großen barrierefreien
Ferienwohnungen und einem öffentlichen Ausstellungsbereich im Erdgeschoss wird der
"Alte Havelspeicher" einer sinnvollen zeitgemäßen Nutzung zugeführt und findet
Anbindung an den erfolgreich entwickelten Familienferienpark der AWO SANO.
Geplant ist Fertigstellung der Wohneinheiten für Familien mit 4 bis 6 Personen zum September 2010.
Die Ausstellung wird vernetzt mit vorhandenen touristische Angebote, wie den
Spurenwanderweg von Kratzeburg nach Dambeck. Auch für blinde und sehgeschädigte
Gäste ist sie dann erlebbar und wird inhaltlich ausgerichtet auf
- Kunstausstellung mit Reliefformen (ertastbar)
- Hörecke- Audioguide mit regionalen Naturthemen, Sagen, Geschichten o.ä.
- spielerischer Erlebnisbereich für Jugendliche und Erwachsene
Dieses Projekt wird möglich durch die Förderung nach dem EU Programm für
nachhaltige touristische Entwicklung im ländlichen Raum, die Investition der
AWO SANO sowie tatkräftige Unterstützung örtlicher Behörden und persönlichem Engagement.
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